Presseschau, Montag, 04. August 2014 03:03

Kupfer vom Meeresgrund

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) darf auf dem Boden des Indischen Ozeans nach Kupfer und anderen Metallen suchen. Die Internationale Meeresbodenbehörde erteilte eine Genehmigung für ein 10.000 Quadratkilometer großes Gebiet in rund 3.000 Metern Tiefe. Das Wirtschaftsministerium spricht von einem großen Erfolg. "Dort unten haben einige Felder einen Kupfergehalt von 24 Prozent, das sind damit die höchsten Metallanreicherungen, die bisher vom Meeresboden bekannt sind", sagte BGR-Projektchef Ulrich Schwarz-Schampera dem Spiegel. Bei der Suche wird ein Schlitten mit Sensoren von einem Schiff über den Meeresboden gezogen. Kritiker warnen vor einer Gefährdung der dortigen sensiblen Ökologie und vor großen Mengen Sondermüll wegen der Chemikalien, die für eine Verhüttung von Tiefsee-Erzen nötig sind.

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