Presseschau, Freitag, 25. September 2015 15:16

Bodendegradation frisst Wirtschaftswachstum

Eine Studie mehrerer internationaler Organisationen, der EU und des deutschen Entwicklungsministeriums warnt eindringlich vor den wirtschaftlichen Folgen der weltweiten Land-Degradierung. Demnach kostet der Flächenschwund jährlich 5.600 bis 9.400 Milliarden Euro, das sind zehn bis 17 Prozent des globalen Bruttosozialprodukts. Laut der Studie werden in den nächsten zehn Jahren bis zu 50 Millionen Menschen ihre Heimat verlieren, weil sie auf den stark degradierten Böden nicht mehr genug Nahrung anbauen können. Neben Flächenversiegelungen sind vor allem die intensive Landwirtschaft und Überweidung Hauptursachen für die besorgniserregenden Zahlen. "Auch Europa und Deutschland sind betroffen und vor allem auch mitverantwortlich", sagte Gertraud Gafus, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL). "Wir müssen auch bei uns dringend die notwendige Kehrtwende einleiten."

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