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Heft 25: Digitalisierung

Nur wenn die Digitalisierung mit einer durchdachten Politik gerahmt wird, können technische Innovationen auch zu sozialem und ökologischem Fortschritt führen.
Das Heft als PDF (5 MB) – September 2019
Die Infografik als PDF (2,7 MB)

Editorial

eschrottSchöne neue Digitalwelt: Zerstörer oder Heilsbringer? Digitalisierung könnte nachhaltigen Konsum einfacher machen und Konsumenten helfen, Prosumenten zu werden. Doch die Bilanz ist ernüchternd: Der E-Commerce sorgt für hohes Wachstum und bringt neue Umweltbelastungen.
Text: Kai Niebert [mehr...]

Weltretter 3.0

OLWürden wir die digitale Technologie richtig einsetzen, sie könnte der Schlüssel zur Nachhaltigkeit sein. Drei Beispiele für unterschätzte Chancen für smarten Umweltschutz durch Digitalisierung aus den Bereichen Fernverkehr, Nahverkehr und Sekundärrohstoffe.
Text: Lorenz Hilty [mehr...]

Reproduktion der Ungleichheiten

wireDie Dominanz der großen Digital-Konzerne schreibt bestehende Ungleichheiten fort, ob in der Arbeitswelt oder bei den Anwendungen. Der Grund: Wir alle nehmen zu wenig Einfluss auf die Technologieentwicklung. Genau hier liegen die Chancen der Digitalisierung.
Text: Elisa Lindinger [mehr...]

"Sand ins Getriebe streuen"

augeKaum jemand glaubt noch an selbstfahrende Autos, sagt Tilman Santarius, Professor für Sozial-Ökologische Transformation und Nachhaltige Digitalisierung in Berlin. Es gibt aber viele sinnvolle Möglichkeiten der Digitalisierung – die gesellschaftlich durchgesetzt werden müssen.
Interview: Joachim Wille [mehr...]

Robo-Autos – Fluch oder Segen?

robocarsMit den vollautomatisierten Straßenfahrzeugen kommt endlich das Ende des Rasens. Auch für den Klimaschutz setzen Forscher und Politiker in einen durchdigitalisierten Verkehr einiges an Hoffnungen. Doch erst einmal gibt es wohl noch mehr Staus und überlastete Städte.
Text: Jörg Staude [mehr...]

CO₂ sparen mit schlauen Agenten

43267970922 94ebb5b7e6 cDie Initiative "Hack4Climate" sucht nach digitalen Lösungen für die Klimakrise. Initiator Nick Beglinger setzt seine Hoffnung dabei vor allem auf drei Technologien: Künstliche Intelligenz, Blockchain, Internet der Dinge.
Text: Friederike Meier [mehr...]

Mit einem Klick von A nach B

3795968665 dc61900c9b cVerkehrs-Apps auf dem Smartphone versprechen schnelles und unkompliziertes Fortbewegen in Großstädten. Neben schwarzen Schafen wie Uber gibt es revolutionäre Vernetzungsideen, die Städte weltweit sauberer machen und das Klima schützen könnten.
Text: Tanja Schmidt [mehr...]

Es braucht eine politische Heißzeit

Um die drohende apokalyptische Klima-Heißzeit noch zu verhindern, braucht es jetzt eine "politische Heißzeit". Die neue Klimabewegung darf sich nicht mit wohlmeinenden Appellen und Forderungen begnügen, sondern es muss realer Druck organisiert werden.
Kommentar: Jürgen Tallig [mehr...]

Beteiligung muss einfacher werden

Das Poster "Elemente eines demokratischen Prozesses" zeigt anschaulich, woran Partizipation scheitert: Unsere Beteiligungssysteme sind zu kompliziert. Es geht darum, ein einfaches Instrumentarium für die drei elementaren Schritte zu finden: Information, Diskussion, Entscheidung. Mithilfe der neuen Techniken müsste das möglich sein.
Kommentar: Raymund Messmer [mehr...]

Technische Lösungen reichen nicht

Gerhard Schröder argumentiert heute in Bezug auf ökologische Reformen genauso kurzsichtig und allein auf technische Lösungen bedacht wie zu seiner Zeit als Bundeskanzler. Technik allein und Kooperation werden unsere Zivilsation nicht retten.
Kommentar: Martin Burster [mehr...]

E, Donnerstag, 24. Juli 2014 21:29

EEG

Das "Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien",  auch Erneuerbare-Energien-Gesetz genannt oder kurz EEG, ist das weltweit erfolgreichste Instrument zur Förderung erneuerbarer Energien.

Ziel des im Jahr 2000 in Kraft getretenen Erneuerbare-Energien-Gesetzes war die Verdoppelung des Anteils regenerativ erzeugten Stroms in Deutschland bis 2010. Die damalige rot-grüne Bundesregierung verpflichtete die Netzbetreiber zur Abnahme von Strom aus Wind-, Biomasse-, Erdwärme-, Wasser- oder Sonnenkraftwerken. Auch die sogenannte "kleine Wasserkraft" mit Turbinen bis zu einer Leistung von einem Megawatt wird durch das EEG gefördert. 

Der Abnahme-Preis ist – abhängig von der eingesetzten Technologie – für den Netzbetreiber 20 Jahre lang bindend. Dabei hat der Gesetzgeber festgelegt, dass die Abnahmepreise für Anlagen, die neu ans Netz gehen, von Jahr zu Jahr sinken. Dadurch sollen die Technologien effizienter und kostengünstiger werden. Zudem ist verankert, dass alle vier Jahre die Tarife überprüft werden, um bei eventuellen Fehlentwicklungen gegensteuern zu können.

Da die Mehrkosten von den Verbrauchern getragen werden, handelt es sich bei dieser EEG-Umlage nicht um eine staatliche Subvention. Auf diese Art tragen alle Verbraucher entsprechend ihrem Stromverbrauch zur Energiewende bei. 

Schon im Jahr 2008 wurden durch EEG-Strom mehr als 50 Millionen Tonnen CO2 in Deutschland eingespart. Ende 2013 lag der Anteil des aus erneuerbaren Energien erzeugten Stroms bei rund 25 Prozent, beim Start des EEG waren es erst sechs Prozent.

Deutschland war bei Einführung des Gesetzes die weltweit erste Nation, die ein solches Förderinstrument einsetzte. Bis 2013 orientierten sich 71 Länder und 28 Bundesstaaten weltweit am EEG und übernahmen wesentliche Prinzipien des Gesetzes.

Wikipedia: Erneuerbare-Energien-Gesetz