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Heft 24: Tierschutz

Tierschutz steht seit mehr als 15 Jahren als Staatsziel im Grundgesetz. Doch die entsprechende Politik kommt nur langsam voran. Die Bürger sind da schon viel weiter.
Das Heft als PDF (3,8 MB) – Juni 2019
Die Infografik als PDF (2,2 MB)

Editorial

RS11643 Truthaehne scrFür mehr Tierschutz in der Landwirtschaft sind deutliche politische Schritte notwendig. Was stattdessen passiert, wirkt wie ein abgekartetes Spiel: Die Verbände der Tiernutzer zeichnen das Schreckensszenario einer zusammenbrechenden Fleischbranche, die Politik folgt devot.
Text: Thomas Schröder [mehr...]

Was zu tun ist, damit Tierschutz bei den Tieren ankommt

farmpigsEs ist viel in Bewegung bei der Erzeugung, Verarbeitung und Vermarktung von Produkten tierischen Ursprungs. Den Mehraufwand für tiergerechtere Produkte können die Verbraucher aber nicht allein tragen. Die Politik muss für mehr Anreize und Beratung sorgen.
Text: Franz-Theo Gottwald [mehr...]

Wie muss eine gute Nutztierstrategie aussehen?

gaenseBeim Umbau der Tierhaltung ist die entscheidende Frage, wie sie sich finanzieren lässt, ohne dass es zu großen Strukturbrüchen bei den bäuerlichen Betrieben kommt. Politik, Wirtschaftsbeteiligte und Verbraucher müssen ihren Beitrag leisten, damit wir nicht den Großteil der Familienbetriebe verlieren.
Text: Jochen Dettmer [mehr...]

Quälerei im Namen des Profits

Ferkelkastration NeulandTierschutzrecht wird ausgehebelt, wenn wirtschaftlicher Erfolg als "vernünftiger Grund" ausreicht, um Tieren Leid und Schmerzen zuzufügen. Wer nur Regeln gelten lässt, die Agrarunternehmer ökonomisch nicht belasten, sollte nicht von Tierschutz sprechen.
Text: Jens Bülte [mehr...]

Echte Wahlfreiheit statt Verbrauchertäuschung

SupermarktTierschutz- und Naturschutzpolitik mit dem Einkaufskorb zu betreiben, das ist für viele Verbraucher nur eine Illusion. Eine gute Entscheidung an der Ladentheke kann der Einzelne nur treffen, wenn er oder sie umfassende und zutreffende Informationen erhält.
Text: Klaus Müller [mehr...]

Fleisch aus dem Labor: Essen mit gutem Gewissen?

shutterstock 573434203Könnten Sie sich vorstellen, auf Fleisch verzichten, um das Leid von Tieren zu lindern und die Umwelt zu schonen? Vielleicht müssen Sie das bald nicht mehr. Forscher arbeiten an Fleisch aus dem Reagenzglas.
Text: Tanja Schmidt [mehr...]

Es braucht eine politische Heißzeit

Um die drohende apokalyptische Klima-Heißzeit noch zu verhindern, braucht es jetzt eine "politische Heißzeit". Die neue Klimabewegung darf sich nicht mit wohlmeinenden Appellen und Forderungen begnügen, sondern es muss realer Druck organisiert werden.
Kommentar: Jürgen Tallig [mehr...]

Beteiligung muss einfacher werden

Das Poster "Elemente eines demokratischen Prozesses" zeigt anschaulich, woran Partizipation scheitert: Unsere Beteiligungssysteme sind zu kompliziert. Es geht darum, ein einfaches Instrumentarium für die drei elementaren Schritte zu finden: Information, Diskussion, Entscheidung. Mithilfe der neuen Techniken müsste das möglich sein.
Kommentar: Raymund Messmer [mehr...]

Technische Lösungen reichen nicht

Gerhard Schröder argumentiert heute in Bezug auf ökologische Reformen genauso kurzsichtig und allein auf technische Lösungen bedacht wie zu seiner Zeit als Bundeskanzler. Technik allein und Kooperation werden unsere Zivilsation nicht retten.
Kommentar: Martin Burster [mehr...]

E, Donnerstag, 24. Juli 2014 21:29

EEG

Das "Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien",  auch Erneuerbare-Energien-Gesetz genannt oder kurz EEG, ist das weltweit erfolgreichste Instrument zur Förderung erneuerbarer Energien.

Ziel des im Jahr 2000 in Kraft getretenen Erneuerbare-Energien-Gesetzes war die Verdoppelung des Anteils regenerativ erzeugten Stroms in Deutschland bis 2010. Die damalige rot-grüne Bundesregierung verpflichtete die Netzbetreiber zur Abnahme von Strom aus Wind-, Biomasse-, Erdwärme-, Wasser- oder Sonnenkraftwerken. Auch die sogenannte "kleine Wasserkraft" mit Turbinen bis zu einer Leistung von einem Megawatt wird durch das EEG gefördert. 

Der Abnahme-Preis ist – abhängig von der eingesetzten Technologie – für den Netzbetreiber 20 Jahre lang bindend. Dabei hat der Gesetzgeber festgelegt, dass die Abnahmepreise für Anlagen, die neu ans Netz gehen, von Jahr zu Jahr sinken. Dadurch sollen die Technologien effizienter und kostengünstiger werden. Zudem ist verankert, dass alle vier Jahre die Tarife überprüft werden, um bei eventuellen Fehlentwicklungen gegensteuern zu können.

Da die Mehrkosten von den Verbrauchern getragen werden, handelt es sich bei dieser EEG-Umlage nicht um eine staatliche Subvention. Auf diese Art tragen alle Verbraucher entsprechend ihrem Stromverbrauch zur Energiewende bei. 

Schon im Jahr 2008 wurden durch EEG-Strom mehr als 50 Millionen Tonnen CO2 in Deutschland eingespart. Ende 2013 lag der Anteil des aus erneuerbaren Energien erzeugten Stroms bei rund 25 Prozent, beim Start des EEG waren es erst sechs Prozent.

Deutschland war bei Einführung des Gesetzes die weltweit erste Nation, die ein solches Förderinstrument einsetzte. Bis 2013 orientierten sich 71 Länder und 28 Bundesstaaten weltweit am EEG und übernahmen wesentliche Prinzipien des Gesetzes.

Wikipedia: Erneuerbare-Energien-Gesetz