Presseschau, Samstag, 15. Februar 2020 23:23

Umweltschützer wollen Wirtschaftssystem verändern

In den Umweltverbänden wird über einen neuen Kurs diskutiert. "Das seit Jahrzehnten ungebrochene Tempo von Klimaerhitzung, Artensterben und Bodenverlust zeigt eindrücklich, dass die bisherige Umwelt- und Nachhaltigkeitspolitik die fortschreitende Zerstörung nicht aufhalten konnte", schreiben führende Vertreter der Verbände BUND, Greenpeace, DNR und Client Earth in einem gemeinsamen Gastbeitrag. Trotz einzelner Erfolge sei die Umweltbewegung im Ganzen gesehen erfolglos geblieben. "Die Politik konzentrierte sich auf Schadensreparatur und die Bekämpfung von Symptomen", stellen die Verbandsspitzen fest. Die Umweltzerstörung sei aber "eine zwangsläufige Folge unseres wachstumsfixierten Wirtschafts- und Konsumsystems – und deshalb kann es ohne eine grundlegende Veränderung dieses Systems keine tragfähigen Lösungen für die Krisen unserer Zeit geben". Die Umweltverbände sollten sich deshalb für ein Wirtschaftssystem stark machen, "das für Stabilität und gerechte Verteilung sorgt, ohne vom Wirtschaftswachstum abhängig zu sein". Es brauche auch Debatten über demokratische Prinzipien in der Wirtschaft und über die gesellschaftliche Verantwortung von Eigentum einschließlich des Besitzes von Grund und Boden.

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Schlagworte: Wirtschaft, Wachstumskritik