Presseschau, Freitag, 04. August 2017 16:35

Das Fahrrad ist zu produktiv

Wer ab 1878 Fahrrad fuhr, erreichte die höchste Stufe der Transport-Produktivität. Eine Person auf dem Velo benötigt kaum mehr Platz als zu Fuß, kommt doppelt so schnell voran wie ein Marathonläufer und ist im Nahverkehr als erste am Ziel. Das Velo ist extrem umweltfreundlich, es ist billig und energieeffizient. Trotzdem wurde es durch das Auto verdrängt. Möglich wurde das durch den Zugriff auf nicht erneuerbare Energievorräte. Während nun die Produktivität des Personenverkehrs sank, stieg der Umsatz der Wirtschaft. Würden alle künftig nur noch Fahrrad fahren, würde das Bruttoinlandsprodukt massiv einbrechen. Paradox: Ein raumsparendes, gesundheitsförderndes, genügsames, umweltfreundliches und energieeffizientes Verkehrsmittel ist zu produktiv. Denn ein effizienter (Verkehrs-)Konsum lässt sich mit einer wachstumsorientierten Wirtschaft nicht vereinbaren.

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