Presseschau, Montag, 16. November 2015 05:58

Suffizienzpolitik: Erste Kommunen auf dem Weg

Suffizienz ist die dritte Nachhaltigkeitsstrategie neben Konsistenz (Kreislaufwirtschaft und Nutzung erneuerbarer Ressourcen) und Effizienz (weniger Ressourcen und Energie für die gleiche Produktion). Anders als diese zielt Suffizienz auf die Nachfrageseite – mit dem Ziel einer absoluten Reduktion des Energie- und Ressourcenverbrauchs. Einige Kommunen gehen bereits experimentelle Schritte in diese Richtung, zeigt eine Analyse des Heidelberger Ifeu-Instituts für Energie- und Umweltforschung.

Vorreiter ist Zürich in der Schweiz. 2006 setzte ein Bürgerentscheid der Stadt das Ziel einer 2000-Watt-Gesellschaft bis 2050. Schnell wurde klar, dass Konsistenz und Effizienz dazu nicht ausreichen. Seither hat sich einiges getan. So experimentieren Wohngenossenschaften mit weniger Privatfläche und mit Autofreiheit und erarbeiten Leitfäden für "psychologische Grundlagen der Suffizienz" oder einen "Suffizienzpfad Energie" am Beispiel Wohnen.

Auch in Deutschland kommt nun in einige Kommunen Bewegung. Sie haben die Bedeutung der Suffizienz erkannt und schlagen Politikmaßnahmen vor, ergab eine Analyse der Klimaschutzkonzepte von über 50 Kommunen und Regionen.

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