Presseschau, Montag, 31. August 2015 17:33

UN-Analyse: Grünes Wachstum stoppt Klimawandel nicht

Ist "grünes Wachstum", gestützt auf Ressourcen- und Energieeffizienz sowie den Wandel zur Dienstleistungsökonomie und zu erneuerbaren Energien, das entscheidende Instrument gegen den Klimawandel? Nach Ansicht von Ulrich Hoffmann, Chefökonom des Schweizer Research Institute on Organic Agriculture und Berater der UN-Organisation für Handel und Entwicklung UNCTAD, lassen technologische, bevölkerungsdynamische und systemische Zwänge daran große Zweifel aufkommen. Der evolutionäre und oft reduktionistische Green-Growth-Ansatz werde der Komplexität des Klimawandels nicht gerecht und könne falsche Hoffnungen und Entschuldigungen verstärken, nichts Grundlegendes für eine Klima-Kehrtwende zu tun, schreibt der Ökonom in einer UNCTAD-Analyse. Die erforderliche Transformation beinhalte auch eine bessere Verteilung von Reichtum und Einkommen, eine Begrenzung der Marktmacht von Wirtschaftsakteuren, die einseitige Ansätze der Treibhausgas-Reduktion propagieren, und eine Kultur der Genügsamkeit.

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