Presseschau, Samstag, 04. Juli 2015 02:23

Resilienz gegenüber Energiekrisen

Im regierungsgeförderten Forschungsprojekt "Resilienz Österreich" untersuchten mehrere Institute, wie krisenfest die Regionen des Landes angesichts des mittelfristig rückläufigen Erdölangebots sind. Die Ergebnisse zeigen: Der Unterschied zwischen den urbanen bis ländlichen Regionstypen ist eher gering, dennoch lassen sich spezifische Stärken und Schwächen ausmachen. Während Städte Vorteile für energiesparende Lebensstile und Wirtschaftsweisen haben, können ländliche Räume durch erneuerbare Energien und regionale Nahrungsmittel punkten.

Eine geringe Resilienz weist der Verkehrssektor auf. Verkehrssparende Siedlungsentwicklung, die das Zufußgehen und Radfahren erleichtert, und ein leistungsfähiger öffentlicher Verkehr würden die Resilienz erhöhen. In urbanen Räumen ist die Abhängigkeit von fossiler Wärmeversorgung ein Problem. Die massive Abhängigkeit der Nahrungsmittelproduktion von fossilen Energiequellen ist sehr problematisch. Resilienzstrategien sollten die Lebensqualität anstelle quantitativen Wachs­tums ins Zentrum rücken.

Besonders problematisch ist eine Einengung auf ökonomische Effizienz. Diese führt zu einer übertriebenen Spezialisierung, die eine Grundversorgung mit überwiegend regionseigenen Mitteln im Krisenfall erschweren kann. Redundante und daher weniger effiziente Systeme sind resilienter, also krisenfester. Subsistenzmöglichkeiten und eine Orientierung am rechten Maß (Suffizienz) sollten gestärkt werden.

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Schlagworte: Ressourcen, Verkehr, Regional, Wissenschaft, Stadt, Ernährung