Presseschau, Freitag, 27. März 2015 22:36

Schweiz fordert UN-Ziele mit planetaren Leitplanken

Im September wollen die Vereinten Nationen einen neuen Orientierungsrahmen für die nachhaltige Entwicklung verabschieden. Sie sollen die Millenniums-Entwicklungsziele aus dem Jahr 2000 ablösen. Nach Auffassung der Schweizer Regierung sollen die neuen globalen Nachhaltigkeitsziele auch die "planetaren Grenzen" als zentralen Punkt berücksichtigen, berichtet der "Zukunftsblog" der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich. Nach Meinung des Schweizerischen Bundesrates umreißt das Konzept der planetaren Grenzen "einen sicheren Handlungsspielraum für die Menschheit als Grundbedingung für eine Politik der nachhaltigen Entwicklung".

In Deutschland sieht die Bundesregierung dagegen keinen Anlass, grundsätzlich etwas an den bisherigen UN-Vorschlägen zu korrigieren. Die Bundesrepublik, die derzeit auch die G-7-Präsidentschaft innehat, betrachtet sich vielmehr als Motor und Vorreiter auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit, wurde bei einer Bundestagsdebatte zu den UN-Zielen Ende Februar deutlich. Die Opposition warf der Großen Koalition dagegen vor, die Ziele mit ihrer Politik zu konterkarieren: Statt die Energiewende zu vollenden setze sie auf Freihandel.

Auf einer UN-Konferenz in New York soll dieser Tage über die genauere Ausgestaltung der Nachhaltigkeitsziele entschieden werden.

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