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Heft 3: Landwirtschaft

Wir brauchen eine bäuerlich-ökologische, eine solarbasierte Agrarkultur. Nur so werden wir genügend Lebensmittel, Arbeitsplätze im ländlichen Raum und dauerhaft gute Umweltbedingen schaffen.
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Heft 3: Landwirtschaft – Kommentare, Mittwoch, 08. Oktober 2014 17:15

"Kulinarischer Ungehorsam" noch recht unpolitisch

Hallo,

eine aktuelle Themenanregung, weil ich die letzten Tage auf dem Wir-haben-es-satt-Kongress und dem Stadt-Land-Food-Festival in Berlin war: Hier im Ernährungsbereich ist real eine Transformation im Gange, aber manche Entwicklungen sollten doch vertiefender diskutiert werden. Der "kulinarische Ungehorsam", so eine Arbeitsgruppe, ist nach meinem Eindruck doch noch recht unpolitisch.

Auf dem Weg zur Massenbewegung kostet Sektierertum etliche Kraft, wenn Veganer die Zusammenarbeit mit Imkern verweigern, weil Honig nun mal ein tierisches Produkt sei. Auf diese verquere Weise drängt sich das Anthropozän in die Ernährungswende. Völlig unterbelichtet blieb die Rolle der Agrargifte, insbesondere von Glyphosat, weil es auch hier eine Konfliktlinie zwischen Höfen ohne und mit Agrochemie gibt.

Der eigentliche Skandal an dieser Stelle ist aber die Wissenschaft, die genug Kenntnisse über die PSM-Verseuchung von Umwelt und Menschenkörpern besitzt, diese aber nicht adäquat zur Sprache bringt, ein sehr korrumpiertes System. Hier mit der Verbreitung von anderem Wissen eine Transformation zu befördern, so wie Rachel Carson 1962 in ihrem Kampf gegen DDT, das wäre sehr notwendig.

MfG
Manfred Ronzheimer

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